Lerntagebuch

Sekretariat

Das Lerntagebuch

An der Claudia-Agrippina Privatschule findet eine intensive Zusammenarbeit der Fachlehrer statt. So werden:

Der Begriff Lerntagebuch ist ein Oberbegriff und beinhaltet mehrere Formen von Schülerdokumentationen. Lerntagebücher sind Hefte, in denen die Schülerinnen und Schüler ihre Gedanken, Ideen, Pläne, Entdeckungen, Fragen … auf ihrem Lernweg verschriftlichen. Es gibt verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten für das Lerntagebuch. Im Grunde bedeuten sie alle, dass die schreibenden Personen sich mit ihrem Tun, ihrem Lernen und ihren Gedanken schriftlich auseinandersetzen.

Das Schultagebuch

Vergleichbar dem Tagebuchschreiben machen sich die Schüler am Ende des Schulmorgens Aufzeichnungen über das an diesem Tag Gelernte. Grundlegende Fragestellungen sind hier:

  • Was habe ich gelernt?
  • Was hat mir Freude bereitet?
  • Wie fühle ich mich?

Diese Form des Lerntagebuches wird neben den gängigen Heften geführt.

Schulheft mit Kommentarabschnitt

Hier fügen die Schülerinnen und Schüler an festgelegten Stellen im normalen Schulheft ihre persönlichen Kommentare ein.

  • Reisetagebuch

Das Reisetagebuch ist ein Schülerheft, das alle übrigen Hefte eines oder sogar mehrerer Fächer ersetzt. In diesem Tagebuch finden sich chronologisch geordnet eine Vielzahl von Schüleraufzeichnungen. So z. B.:

  • Ideenskizze, Cluster, Mind-map, Zeichnung
  • Spuren vom Forschen und Proben
  • Rückmeldung einer Lehrperson oder eines Lehrpartners
  • Vorschau/Rückblick auf eine Arbeitsphase
  • Erinnerungsstützen und Merksätze
  • Spuren vom Erfinden und Lösen von Aufgaben
  • Meinungen, Kritik, Anregungen
  • Zwischenbilanz
  • Selbstbeurteilung

Alle Formen von Lerntagebüchern haben eines gemeinsam: Sie wollen den Lernprozess der Schülerinnen und Schüler begleiten und unterstützen. Im Lerntagebuch wie es an der Claudia Agrippina Privatschule eingesetzt wird, soll jede Schülerin und jeder Schüler einerseits Antworten auf die Fragen:

  • Was habe ich verstanden?
  • Wo habe ich Schwierigkeiten?
  • Was ist besonders wichtig für mich?
  • Welche Fragen kann ich formulieren?

finden und andererseits Lösungswege für Problemstellungen des Schülerinnen- und Schüleralltags eigenständig dokumentieren. Diese Aufzeichnungen werden vom Lehrer kommentiert, so dass eventuelle Fehler der Schülerin bzw. des Schülers zu neuen Fragestellungen und Anregungen des Lehrers und damit zu erweiterten Aufgabenstellungen führen.

Dies bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler die jeweiligen Erkenntnisse aus dem aktuellen Unterricht mit ihren eigenen Worten dokumentieren. Erst durch das Formulieren mit eigenen Worten wird von den Schülerinnen erkannt, ob sie den Sachverhalt wirklich verstanden haben. Erst durch das Formulieren wird es ihnen möglich, ihr Lernen zu reflektieren, zu vergleichen und zu verändern.

Unsere Motivation für den Einsatz des Lerntagebuchs zielt vor allem auf die Kommunikation der Schülerinnen und Schüler mit dem Lehrer. Somit werden die folgenden Funktionen für den Lernenden in unserer Schule genutzt:

  • Förderung des selbstständigen Lernens
  • Individuelle Standortbestimmung
  • Aufbau einer singulären (Fach-)Sprache
  • Weg entlang individueller Ankerstellen (z. B. eigene Beispiele, Aha-Erlebnisse und Wissenslücken)
  • Individuelle Kommunikation mit der Lehrperson
  • Selbstevaluation und Steigerung des Lernerfolges
  • Hilfe bei Prüfungsvorbereitungen und Nachbereiten von Fehlstunden
  • Das Lerntagebuch ist somit keine weitere Hausaufgabe, sondern ein Tagebuch des Lernens. Es wird von den Lehrern kommentiert. Neben den schriftlichen Arbeiten und der mündlichen Note wird auch das Lerntagebuch benotet. Die Note orientiert sich nicht an der richtigen Lösung der Aufgabe, sondern an der ausführlichen Dokumentation der Gedankenschritte. Im Folgenden möchte ich ein kurzes Beispiel geben, wie ein solches Lerntagebuch geführt wird.